Lübben nach Groß Wasserburg

Individualisten und Geübte finden hier ihr Paradies. Denn weitgehend einsam lässt sich hier mit der Strömung auf dieser Einwegtour von Lübben durch das Biosphärenreservat Spreewald bis nach Groß Wasserburg paddeln. Der Unterspreewald ist wild, ursprünglich und absolut entspannend.

Sehenswert!

  • UNESCO Biosphärenreservat Spreewald
  • Lübben mit Schlossinsel, Schloss, Museum und Paul-Gerhard-Kirche
  • Schlepzig mit Hafen, Brauerei und Museum
  • Groß Wasserburg

Geheimtipp:

Aufstieg auf den Wehlaberg mit Aussichtsturm

Adresse

Lübben nach Groß Wasserburg
 

Wegbeschreibung

Unsere Kanus lassen wir in Lübben zu Wasser. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, dem sei der Besuch der Spreewaldstadt mit dem Schloss, dem Stadt- und Regionalmuseum, dem Hafen und der Paul-Gerhard-Kirche empfohlen. Wir haben auf dem überaus komfortablen Kanu-Rastplatz „SpreeLagune" direkt an der Schlossinsel übernachtet und die Badestelle ausgiebig genutzt. Unser Auto haben wir auf dem Parkplatz am Schloss gelassen.

Aus Lübben heraus auf Berste und Spree

Nun starten wir in nördliche Richtung auf der Spree. Hier treffen wir die erste Wegentscheidung: Entweder wir nutzen die ruhigere Berste, dann halten wir uns vor der Strandcafé-Schleuse in Lübben eher links oder wir bleiben auf der Hauptspree und schleusen uns selbst durch die Strandcafé-Schleuse. Etwa zwei Kilometer weiter treffen Berste und Spree wieder aufeinander.

Wildromantisch bis zum Hartmannsdorfer Wehr

Lübben liegt ein ganzes Stück hinter uns und wir können in den Natur-Genuss-Modus umschalten. Wer aufmerksam ist, kann hier im Kanurevier so manches Tier entdecken. Kormoran, Bleßralle, Störche und Haubentaucher sind hier auf und am Wasser und auf den Feuchtwiesen zu Hause. Die Erlen am Ufer ziehen vorüber. Gemütlich lässt sich mit der Strömung paddeln, es ist Zeit, die Natur zu beobachten. Libellen tanzen. Diese für Mitteleuropa einzigartige Landschaft ist eine Folge der letzten Eiszeit, in der die Spree in ein feines Netz aus Fließen zu einem Binnendelta wurde.
Die Spree wird auf unserem Weg bald breiter, das Wasser des Umflutkanals kommt noch hinzu und die Strömung ist hier recht stark. Bald können wir uns wieder einmal als Selbst-Schleuser betätigen, diesmal am Hartmannsdorfer Wehr. Die Einfahrt in die Schleuse ist auf der linken Seite.

Den Puhlstrom entlang bis nach Groß Wasserburg

Weiter geht es, die Spree hinauf durch die Wiesen. Links haben wir Einblicke in die Kernzone des Biosphärenreservats Spreewald, dieser am restriktivsten geschützte Teil darf nur zu Forschungszwecken betreten werden, hier hat die Natur absoluten Vorrang. Deshalb sind viele Arme der Wasserburger Spree ganzjährig gesperrt. An der nächsten großen Wasserkreuzung zweigt der Puhlstrom ab, dem wir durch die waldreiche idyllische Landschaft folgen, bis wir ziemlich straff nach links in das Lange Hostfließ und von dort nach rechts über Pfahlspree bis zur Wasserburger Spree paddeln. Gleich nach der letzten Schleuse dieser Tour, der Schleuse Groß Wasserburg, haben wir den gleichnamigen Rastplatz und das Ende unserer Tour erreicht.

Groß Wasserburg und Umgebung

Groß Wasserburg mit seiner beschaulichen Idylle, dem Kahnfährhafen und der traditionellen Gastronomie bietet sich durchaus auch als Ausgangspunkt für weitere Erkundungen an. Nicht weit weg ist das Tropical Island, auch der Köthener See ist für Naturfreunde ein Muss. Die Krausnicker Berge sind mit rund 100 Metern Höhe für Brandenburger Verhältnisse richtig hoch. Hier verlief übrigens einst die Grenze zwischen Sachsen und Preußen – bis vor 200 Jahren der Wiener Kongress die sächsische Grenze weiter nach Süden verlegte. Eine Wanderung auf den 144 Meter hohen Wehlaberg mit seinem Aussichtsturm lohnt sich – bei gutem Wetter kann man bis nach Berlin schauen.